Bald ist es so weit. (Ballsport-Content.)

Die fußball-freie Zeit hat ein Ende.

Naja noch nicht ganz, aber in 10 Tagen (gefühlten 6 Monaten) geht es wieder los. Das Lieb‘ und Leid des durchschnitts-Prolls.

Die Bundesliga ist wieder da und ich werde wieder mitleiden, -fiebern und -schwitzen.

Man muss dazu sagen, dass ich Leid gewöhnt bin, mein Verein des Herzens ist nämlich der VFL Bochum, und wer sich selbst Fan des besagten Clubs nennt, der hat so ziemlich jede Höhe und jede Tiefe des Fußballgeschäfts miterlebt.
Ich bin ungezählte Male mit abgestiegen, hab‘ Woche für Woche gelitten, wenn der Ball wieder nicht ins Netz wollte und die dringend benötigten Punkte gegen den Abstieg ausblieben. Wie oft stand ich den Tränen nahe in der Kurve, verzweifelt und alles hinschmeißen wollend, wenn am Ende wieder zwei Zähler zum Klassenerhalt gefehlt haben, mich geistig auf eine triste Zweitliga-Saison vorbereitend, die zwar Erfolg verspricht, aber einen Erfolg, der natürlich nichts zählt im Gegensatz zu der Königsklasse.

Es ist ein Gefühl, das nicht alle nachvollziehen können. Die Duisburger, Frankfurter, Düsseldorfer, Nürnberger wissen wovon ich Rede, und sie wissen auch, wie es ist, wenn man im strömenden Regen zusehen muss, wie die Träume einer erfolgreichen – oder zumindest soliden – Saison im Matsch zerrinnen.
Sie kennen es, wenn ihr Spiel das ein oder andere Glanzlicht hervorbringt, das ihnen durch unermüdliches Kämpfen, Tordurst oder sogar filigrane Kleinkunst die „AH’s“ und „OH’s“ abringt, zu ehrlichem Applaus ermutigt und letztendlich den ein oder anderen Erfolg beschert, nur – nur um in der nächsten Saison bei finanzstarken aber profillosen Clubs wie Wolfsburg oder Leverkusen auf der Bank zu versauern.

Als Fan einer „Fahrstuhlmannschaft“ ist mal leiderprobt und eigentlich kann uns nichts mehr erschüttern.

Und genau deshalb freue ich mich so sehr auf die kommende Saison. Es kann nur besser werden – besser als man erwartet hat.
Diese Spielzeit birgt viele Abstiegskandidaten  – und Bochum ist einer davon. Trotzdem werde ich wieder da sein und meine Jungs nach vorne Peitschen, ob im Stadion oder vor dem Radio.

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